Veranstaltungsrückblick


Veranstaltungen für Führungskräfte

Mit den Veranstaltungen für Führungskräfte und Unternehmer/innen werden vor allem Entscheidungsträger in Unternehmen angesprochen, die das Projektthema - familienfreundliche und flexible Arbeitszeiten - in ihr Unternehmen einbringen und dort auch umsetzen können.

Erstes VSW-Arbeitszeitforum für Führungskräfte und Unternehmer (20.10., 10.11., 25.11.2009)
Eine erfolgreiche Premiere erlebten mehr als zwanzig Teilnehmer/innen beim VSW-Arbeitszeitforum "Innovative Arbeitszeiten - eine Chance für Ihr Unternehmen" für Führungskräfte, das in Kooperation mit der IHK für München und Oberbayern an drei Abenden im Oktober und November bei der IHK bzw. in der IHK-Akademie stattfand. Referenten/innen aus der betrieblichen Praxis, aus Unternehmensberatung und Wissenschaft schilderten aus ihrem jeweils speziellen Blickwinkel Empfehlungen und Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Arbeit und Familie und gaben praktische Hinweise zur Gestaltung und Umsetzung von Arbeitszeitregelungen.

Als Beispiele guter Praxis wurden an jedem der drei Tage Firmen unterschiedlicher Unternehmensgröße und Branchen aus der Region München präsentiert (MARIT AG, Sparda-Bank, Siemens AG). Aus der Sicht der Wissenschaft gab Herr Dr. Andreas Lange (außerplanmäßiger Professor an der Universität Konstanz und Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut München) am letzten Tag des Arbeitszeitforums (25. November) den Anwesenden viele Anregungen mit. Er betonte, dass Zeitautonomie eine hohe persönliche Qualität besitze; Arbeitszeitregelungen müssten sich ebenso wie Arbeitsformen an den Maßstäben Planbarkeit, Verlässlichkeit und Flexibilität messen lassen. Die Balance zwischen den Eckpunkten dieses "magischen Dreiecks" zu erreichen, könne Arbeitszufriedenheit gewährleisten und sich produktivitätssteigernd auswirken.

 

Zweites VSW-Arbeitszeitforum für Führungskräfte und Unternehmer (13.04., 27.04. und 11.05.2010.)
Das 2. Arbeitszeitforum für Führungskräfte und Unternehmer, welches ebenfalls wieder in Kooperation mit der IHK für München und Oberbayern durchgeführt wurde, konnte mit guter Resonanz am 11. Mai abgeschlossen werden. Es haben 22 Personen (elf Frauen und elf Männer) teilgenommen.

In der Weiterentwicklung des Konzepts vom Herbst 2009 wurden spezielle drei "Thementagen" gestaltet: "Grundlagen der Arbeitszeitgestaltung", "Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung" und "Arbeit und Familie - Work-Life-Balance für Führungskräfte". Diese Schwerpunkte stießen bei den Teilnehmerschaft Auf großes Interesse.

Langzeitkonten und deren Nutzung als Zeitwertkonten fanden besonderes Interesse im Publikum.
Als Beispiele guter Praxis wurden, wie bereits im Ersten Arbeitszeitforum, an jedem der drei Tage Firmen aus der Region München präsentiert (Aerogate München GmbH, Pioneer Investmentgesellschaft mbH und Allianz Deutschland AG). Auch die Perspektive der Wissenschaft war einbezogen: Der Familienforscher Dr. Andreas Lange vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) stellte unter dem Thema "Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Familie" aktuelle Forschungsergebnisse vor.

Drittes VSW-Arbeitszeitforum für Führungskräfte und Unternehmer (26.10. und 9.11.2010)
Im 3. Arbeitszeitforum "Innovative Arbeitszeiten - eine Chance für Ihr Unternehmen" für Führungskräfte und Unternehmer (wieder in Kooperation mit der IHK für München und Oberbayern) hatte das VSW-Projektteam drei Thementage mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten vorgesehen. Zwar konnte der einführende Thementag 1 "Grundlagen der Arbeitszeitgestaltung" aufgrund zu geringer Anmeldungen nicht durchgeführt werden, aber die neu konzipierten beiden Thementage 2 "Beruf & Pflege - Vereinbarkeit durch Arbeitszeitgestaltung" sowie 3 "Arbeit & Gesundheit - Die Rolle der Führungskraft" stießen auf umso größeres Interesse.

Beim Thementag 2 referierte Frau Gaby Hamm-Brink vom pme Familienservice GmbH, München, über das pflegebezogene pme-Leistungsangebot für Beschäftigte und deren Arbeitgeber. Ergänzt wurde die pme-Präsentation durch das Best-Practice-Firmenbeispiel der Siemens AG: Frau Irma Paringer vom Siemens-Fachcenter Diversity Management erläuterte die Entstehung und Entwicklung der vielfältigen betrieblichen Unterstützungsprogramme für Siemens-Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen.

Beim Thementag 3 standen zunächst wissenschaftliche Ergebnisse im Vordergrund. Vom Projekt "Pargema - partizipatives Gesundheitsmanagement" mit seinen personalpolitischen Empfehlungen berichtete Herr Dr. Wolfgang Menz vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung, München, gemeinsam mit Frau Dipl.-Psych. Barbara Pangert von der Universität Freiburg. Im Praxisbeispiel stellte Frau Stella Nedkov von der iwis-Firmengruppe das betriebliche Gesundheitsmanagement dar und weckte dadurch beim Teilnehmerkreis große Resonanz.

An beiden Thementagen hat Frau Angela Fauth-Herkner als Arbeitszeitexpertin die jeweiligen Schwerpunkte mit ihren Beiträgen aus der Perspektive der Unternehmensberatung ergänzt bzw. fachlich kommentiert.


Veranstaltungen für Berufsrückkehrer/innen

Beschäftigte und Berufsrückkehrerinnen sind die betroffenen Gruppen, die den Bedarf an innovativen Arbeitszeitregelungen artikulieren. Erst wenn der Bedarf offensichtlich ist, besteht erfahrungsgemäß für die Betriebsparteien Veranlassung, in diesem Feld aktiv zu werden.

Die Berufsrückkehrer/innen, die die Angebote des VSW-Projekts nutzen, sind überwiegend in der Elternzeit und möchten zum Teil auch zu ihrem früheren Arbeitgeber zurückkehren.

Das Arbeitszeitforum für Berufsrückkehrerinnen in Kooperation mit den ver.di-Frauen im Bezirk München (16., 18., 23. und 25. März 2010)
Das im März geplante Arbeitszeitforum für Frauen in Elternzeit aus dem Organisationsbereich von ver.di konnte an vier Vormittagen erfolgreich durchgeführt werden.
Den zwölf Teilnehmerinnen wurden verschiedene Arbeitszeitmodelle, einschließlich Teilzeit, die arbeitszeitrechtlichen Grundlagen und Strategien für Verhandlungen mit dem Arbeitgeber zur Arbeitszeit vorgestellt Die ausführlichen Erläuterungen der drei Referentinnen, Martina Helbing, Ann Krombholz und RA Anna Bauer waren für die Teilnehmerinnen von großem Nutzen : In den Diskussionen ergab sich die Möglichkeit, auf die individuellen Fragen jeder Teilnehmerin einzugehen.
Da die Teilnehmerinnen vor allem in rechtlichen Fragen besonderen Informationsbedarf hatten, wurde ein Zusatztermin für den 12.April vereinbart.

Arbeitszeitmodule für Teilnehmerinnen von der "Frau und Beruf GmbH" (28.04., 04., 06., und 10.05.2010)
Ebenfalls an vier Vormittagen konnten elf Teilnehmerinnen eines Lehrgangs bei der "Frau und Beruf GmbH" nützliche Informationenzum Thema Arbeitszeit wahrnehmen In den Modulen wurden die gleichen Themen wie bei ver.di (s. o.) bearbeitet. Auch hier waren die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen zu den Inhalten und den Referentinnen, Ann Krombholz, Annette Baindl und RA Jutta Seidel durchweg positiv und bestätigten, dass die Veranstaltungsreihe eine wertvolle Unterstützung für den eigenen beruflichen Wiedereinstig darstellte.

VSW-Veranstaltungen "Zurück in den Beruf" in der Reihe "Frauen auf Erfolgskurs" der Agentur für Arbeit (05.05., 12.05., 07.06. und 14.06.2010)
Auch im Frühsommer 2010 bot das VSW-Projektteam wieder Veranstaltungen in der Informationsreihe der Agentur für Arbeit an. Die vier VSW-Termine im Berufsinformationszentrum (BIZ) waren gut besucht. Die Referentinnen Ann Krombholz, RA Anna Bauer und Angela Birner gestalteten interessante Vormittage (Themen wie bei ver.di; s. o.) und gaben den Teilnehmerinnen nützliche Tipps und Informationen an die Hand. Vom VSW-Projektteam wurden die Veranstaltungen von Sabine Ungnadner begleitet.

Vortrag bei IBPro (10.06.2010)
An einem Vormittag wurden den Teilnehmer/innen, zehn Frauen und fünf Männern, Grundlagen zu Arbeitszeitmodellen, wann Teilzeit gelingen kann und den rechtlichen Grundlagen zu Teilzeit und Nebenbeschäftigungen vermittelt. Als Referentinnen traten RA Jutta Seidel und Sabine Ungnadner vom VSW-Projektteam auf.

Einzelcoaching für Berufsrückkehrerinnen
Im Nachgang zu den Veranstaltungen für Berufsrückkehrerinnen wird den Frauen angeboten, ein Coaching in Anspruch zu nehmen, in welchem deren persönliche Situation besprochen wird. So sollen die Teilnehmerinnen mehr Sicherheit in ihrer Position gegenüber dem Arbeitgeber erlangen, wenn sie mit diesem in Verhandlungen über Teilzeit gehen und noch bestehende Fragen zu Elternzeit und Teilzeit geklärt werden. Das Angebot wurde anschließend an diverse Veranstaltungen im Frühjahr/Frühsommer 2010 von drei Frauen persönlich und von fünf Frauen telefonisch in Anspruch genommen. Sabine Ungnadner vom VSW-Projektteam konnte in den jeweils ca. ein bis anderthalb Stunden der Beratung viele Fragen klären und den Frauen gute Hilfestellungen für Ihren weiteren Weg geben.

Informationsveranstaltungen des VSW in der Reihe "Frauen auf Erfolgskurs"der Agentur für Arbeit München im Frühjahr 2009
In den drei Veranstaltugnen unter dem Titel: "Zurück in den Beruf (Teil I-III)" am 25. März, 27. Mai und 24. Juni 2009, jeweils 9.30 - 11.30 Uhr, erhielten die Teilnehmerinnen Informationen zu den Themen "Den Wiedereinstieg mit flexiblen Arbeitszeiten planen", "Der sanfte Wiedereinstieg über Teilzeit" und "Gut vorbereitet und erfolgreich verhandeln über Teilzeit mit dem Arbeitgeber". Die Referentinnen Ann Krombholz und Martina Helbing klärten unter anderem über vielfältige Teilzeitmodelle, über die Organisation eines Teilzeit-Alltags und rechtliche Hintergründe auf und gaben praktische Hinweise über Verhandlungstechniken mit einem Arbeitgeber.

Informationsveranstaltungen in Mütter-Väter-Zentren von München:

  • Familienzentrum Trudering am 27. April 2009, 9.00 - 12.30 Uhr: Vernetzungstreffen der Münchner Mütter-Väter-Zentren, Vorstellung des VSW-Projektes "Arbeit und Familie: Wege zu innovativen Arbeitszeiten" und Besprechung der weiteren Kooperation
  • Mütter-Väter-Zentrum Neuhausen am 26. Mai 2009, 10.00 - 11.30 Uhr: Information von Besucherinnen des Neuhauser Zentrums über das VSW-Projekt "Arbeit und Familie: Wege zu innovativen Arbeitszeiten".
  • Info-Café und Info-Abend in Mütter-Väter-Zentren (Neuhausen + Trudering)
    Am 25. September fand im Mütter-Väter-Zentrum (MVZ) Neuhausen ein Info-Café statt, bei dem Sabine Ungnadner vom Projektteam über das Projekt und die Veranstaltungen informierte.
  • Info-Abend im Familienzentrum Tudering. Im Familienzentrum Trudering fand am 07. Oktober 2009 eine Info-Veranstaltung statt, bei welcher Dagmar Koblinger die anwesenden Frauen über das Projekt und die Angebote informiert hatte.

Es hätte die Möglichkeit zu Arbeitszeitforen mit vier Terminen bestanden, aber es zeigte sich, dass in dieser Gruppe kein Bedarf dafür bestand.


Veranstaltungen und Projektpräsentationen für Betriebsräte und Gewerkschaften

Info-Veranstaltungen für Betriebsräte Vorstellung des VSW-Projekts beim Ver.di-Betriebsrätetreffen Verlage
Am 10. März 2009 fand im Münchner Gewerkschaftshaus das regelmäßige "Betriebsräte-Treffen Verlage" statt. Eingeladen hatte Bernd Mann, Fachsekretär Medien vom ver.di-Bezirk München. Als Gast stellte Thomas Schermer den anwesenden 24 Betriebsräten und Beschäftigten das neue ESF-geförderte VSW-Projekt "Arbeit und Familie: Wege zu innovativen Arbeitszeiten" mit seinen Veranstaltungen und Seminaren für Betriebsräte vor. Zum Ende des einführenden Vortrags wählten die Anwesenden aus einer Palette von aktuellen Arbeitszeitthemen das Schwerpunktthema der kommenden Veranstaltung aus. An erster Stelle stand das Thema "Familienbewusste Personalpolitik und Arbeitszeit", dicht gefolgt von "Flexibilisierung der Arbeitszeit und Arbeitszeitmodelle", für das nächste Kurzseminar am 28. April. Auch die Einrichtung und Nutzung eines home-office als alternatives Gestaltungsinstrument von Arbeitszeit und -ort für Verlagsbeschäftigte rangierte ganz vorne.

Kurzseminar für Betriebsräte des ver.di-Fachbereichs Medien am 28. April 2009
Im Anschluss an die Vorstellung des VSW-Projekts durch Thomas Schermer bei einem Betriebsräte-Treffen "Verlage" am 10.März 2009 wurde auf Wunsch der Betriebsräte das Thema "Familienbewusste Personalpolitik und Arbeitszeit" (einschließlich "Home-Office" und "Flexibilisierung der Arbeitszeit und Arbeitszeitmodelle") für das erste Kurzseminar für ver.di-Betriebsräte ausgewählt.
VSW hat dafür die Arbeitszeitexpertin und -beraterin Angela Fauth-Herkner als Referentin gewinnen können, die bei dem Kurzseminar am 28. April 2009 im Gewerkschaftshaus unter dem Titel "Familienbewusste Personalpolitik und Arbeitszeit" auf folgende Schwerpunkte einging:

  • Vorteile einer familienbewussten Personalpolitik für Betriebe und Belegschaft
  • Familienfreundlichkeit und Arbeitszeit
  • Alternative Arbeitsmodelle ("Home-Office" für Verlagsbeschäftigte)

Die lebhafte Diskussion mit den anwesenden zehn Betriebsräten aus Münchner Verlagen zeigte die betriebliche Brisanz des Themas in manchen Verlagsbetrieben. Viele Fragen wurden zur Bedeutung der Zertifizierung familienfreundlicher Betriebe durch die Hertie-Stiftung (Audit Beruf und Familie: www.beruf-und-familie.de) gestellt. Frau Fauth-Herkner ist regelmäßig als Gutachterin für die Zertifizierung gefragt. Die Betriebsräte interessierte besonders, inwieweit ein auditierter Betrieb eine bessere Perspektive für dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse darstellt als ein Betrieb ohne das Qualitätssiegel des Audit. Frau Fauth-Herkner betonte, dies ergebe sich nicht automatisch, aber durch die regelmäßige Re-Auditierung, und damit Bestätigung der Zertifizierung, ergebe sich auch vielfach eine bessere Position im wirtschaftlichen Umfeld.

Präsentation des VSW-Projekts beim Ver.di-Frauenrat am 28.Mai 2009
Am 28. Mai 2009 fand im Münchner Gewerkschaftshaus eine Sitzung des ver.di-Frauenrates statt, in der das VSW-Projekt "Arbeit und Familie: Wege zu innovativen Arbeitszeiten" vorgestellt wurde. Almut Büttner-Warga und Martina Helbing, Leiterinnen der Sitzung, hatten den VSW dazu eingeladen. Dagmar Koblinger, VSW, stellte den anwesenden Vertreterinnen der Fachbereiche von ver.di das Projekt vor, gleichzeitig wurden weitere Kooperationen vereinbart. Das VSW-Projekt stieß auf sehr positive Resonanz bei den Anwesenden.

Ver.di-Veranstaltung für Betriebsräte "Wissen, um zu handeln - Betriebliche Interessenvertretung in der Krise" am 16. Oktober 2009 im Gewerkschaftshaus München
Im Mittelpunkt der ganztägigen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, die vom ver.di-Bezirk München organisiert wurde, standen zwei außergewöhnliche Vorträge: Der bekannte Sozialethiker Prof. Friedhelm Hengsbach referierte zum Thema "Kapitalismus ohne Moral?", der ehemalige Münchner Referent für Arbeit und Wirtschaft, Dr. Reinhard Wieczorek, zu seinen langjährigen Erfahrungen zur "Boomtown" München. Die 150 Teilnehmer dieskutierten lebhaft mit den Referenten und untereinander.

Vom Team des Projekts "Arbeit-und-Familie" waren Thomas Schermer und Sabine Ungnadner mit einem Infostand bei der Veranstaltung vertreten. Sie konnten viele Gespräche mit Betriebs- und Personalräten über gelungene betriebliche Regelungen, aber auch über aktuelle betriebliche Spannungsfelder bei der Arbeitszeitgestaltung führen.

Unterstützt vom ver.di-Tagungsleiter Georg Wäsler konnte auch eine Rangreihe interessierender Themen für Betriebsräteschulungen identifiziert werden. 47 Betriebs- und Personalräte vergaben Punkte für vorgegebene Themen zur Arbeitszeit je nach persönlichem Interesse. Spitzenreiter war das Thema "Lebensphasenorientierte Arbeitszeit und demografischer Wandel", gefolgt von "Familienbewusste Personalpolitik und Arbeitszeit". VSW wird diese Themen im kommenden Jahr aufgreifen.

Projektpräsentation im ver.di-Seminar für Betriebsräte (Betriebsräte IV) in Eggstätt
Am 12. November 2009 präsentierte Angelika Bahl-Benker das VSW-Projekt und seine Angebote im Rahmen eines Wochenseminars, das von der Gewerkschaft ver.di, München, zur Betriebsräteweiterbildung ("Betriebsräte IV") in einer Bildungsstätte im Chiemgau durchgeführt wurde.
14 Betriebsräte, vorwiegend aus dem Bereich Banken/Finanzdienstleister, und der Seminarleiter Fritz Schmalzbauer waren sehr interessiert am Ansatz und an den Qualifizierungs- und Beratungsangeboten des Projekts. Eine anschließende Themenabfrage machte deutlich, dass der Beratungsbedarf in den Betrieben, insbesondere in KMU, sehr hoch ist. Insbesondere aufgrund des Elterngeldes tragen viele Mütter und Väter neue Arbeitszeitwünsche an ihre Arbeitgeber heran.

DGB-Workshop "Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Querschnittsthema gewerkschaftlicher Bildungsarbeit" in Nürnberg
Am 23. November 2009 nahm Sabine Ungnadner vom VSW-Projektteam am Workshop des DGB-Projekts "Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten" teil.
Es wurden verschiedene Querschnittsthemen wie betriebliche Gesundheitsförderung und demografiefeste Personalpolitik bearbeitet. Ein Schwerpunkt war das Thema Vereinbarkeit von Pflege von Angehörigen und Beruf, da dieser Bereich, bedingt durch den demografischen Wandel, immer wichtiger wird.


Sitzungen des Projekt-Fachbeirats

Konstituierende Sitzung des VSW-Projekt-Fachbeirats am 04. März 2009
Bei der ersten Sitzung des Fachbeirats wurden die Ergebnisse des Pilotprojekts 2007/2008 vorgestellt, sowie Ziele, Programm und Arbeitsweise des Projekts "Arbeit und Familie: Wege zu innovativen Arbeitszeiten" erläutert und die Zusammenarbeit im Fachbeirat besprochen.

Zweite Sitzung des VSW-Projekt-Fachbeirats am 20. Mai 2009
Im Mittelpunkt der Sitzung standen die bisherigen Veranstaltungen für die Zielgruppe Betriebsräte (ver.di) sowie Berufsrückkehrerinnen (Arbeitsagentur, Familienzentren), über die das VSW-Projektteam berichtete. Das weitere Vorgehen für die Zielgruppe der Führungskräfte wurde ebenfalls besprochen.

Dritte Sitzung des VSW-Projekt-Fachbeirats am 8. Oktober 2009
Mit fast allen Beiratsmitgliedernkontten in guter Atmosphäre die laufenden Projektaktivitäten und -kooperationen besprochen werden, sowie die Planung der Veranstaltungen für Herbst 2009 vorgestellt werden.
Mit großem Interesse wurde das vom VSW-Projektteam in Kooperation mit der IHK, Frau Kerschl, entwickelte Programm für das Arbeitszeitforum für Führungskräfte und Unternehmer im Herbst 2009 aufgenommen.

Vierte Sitzung des Projekt-Fachbeirats am 3. März 2010
In der Sitzung berichteten die VSW-Projektmitglieder über die neu entwickelten Seminaren für Berufsrückkehrerinnen, die mit verschiedenen Kooperationspartnerinnen (Ver.di-München, Agentur für Arbeit München, power_m) durchgeführt werden. Ferner bilanzierte VSW zusammen mit Frau Kerschl, IHK, das zurückliegende 1.VSW-Arbeitszeitforum für Führungskräfte und Unternehmer "Innovative Arbeitszeiten - eine Chance für Ihr Unternehmen". Die IHK für München und Oberbayern ist Partner für Planung und Durchführung der VSW-Arbeitszeitforen. Die Planung für das 2. VSW-Arbeitszeitforum 2010 wurde ebenfalls vorgestellt. Von den Beiratsmitgliedern ist die neue Gliederung der dreitägigen Veranstaltungsreihe in "Thementage", die den Themenkreis auf Work-Life-Balance, Gesundheit und Langzeitkonten ausweiten, ausdrücklich begrüßt worden.

Fünfte Sitzung des Projekt-Fachbeirats am 23. September 2010
Bedauerlicherweise waren einige Beiratsmitglieder kurzfristig an der Sitzungsteilnahme verhindert, obgleich der Sitzungstermin bereits seit langem vereinbart war. Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Berichterstattung über das vergangene 2.VSW-Arbeitszeitforum für Führungskräfte und Unternehmer, das eine noch bessere Teilnehmerresonanz erzielt hat als das erste. Gleichzeitig wurden Flyer und Programm für das bevorstehende 3. Arbeitszeitforum im Okt./Nov. 2010 erläutert und verteilt. VSW berichtete auch über die ersten beiden Firmenberatungsfälle, die zur betrieblichen Arbeitszeitgestaltung aus Projektmitteln gefördert werden konnten. Angekündigt wurde auch der Online-Veranstaltungskalender, mit dem in einem eigenen Menüpunkt auf der VSW-Website alle VSW-Veranstaltungen der Projekte "Arbeit und Familie: Wege zu innovativen Arbeitszeiten" sowie Perspektive Arbeitswelt (power_m) aktuell dargestellt werden können.


VSW präsentiert sich - Veranstaltungen und Multiplikatoren

Die Projektpräsentation im Rahmen von (Groß-)Veranstaltungen wird vom VSW-Projektteam laufend genutzt, um Multiplikatoren und Akteure des Münchner Arbeitsmarktes für das Projektthema zu sensibilisieren und wichtige Kontakte und Kooperationen zu knüpfen.
Die Zielgruppe der "Multiplikatoren" sind teilweise Personen mit Spezialfunktionen in oder aus dem Umfeld von Betrieben und ist interessiert an Veranstaltungen der Zielgruppe, auf die sie sich beziehen (z. B: Unternehmensberater - Führungskräfte / Betriebsräte - Berufsrückkehrerinnen in Elternzeit etc.). Zum andern kommen Multiplikatoren aus Organisationen und Institutionen von Wirtschaft und Arbeitswelt (Tarifparteien, Kammern, Arbeitsagentur usw.); sie haben eine strategische Rolle bei der Verbreitung von innovativen Ansätzen.

Aktionstag für Familien am 30. April 2010
Der diesjährige Aktionstag für Familien fand unter dem Motto "Armut in Familien" im Alten Rathaussaal statt; das VSW-Projektteam war durch Angelika Bahl-Benker und Sabine Ungnadner mit einem Stand vertreten. Frau Jutta Maier, die sich bei dieser Gelegenheit offiziell aus Ihrem Amt verabschiedete, führte durch das ansprechende Programm. Obwohl das Thema "Arbeitszeit" in diesem Rahmen thematisch eher am Rande lag, ergaben sich am Stand interessante Gespräche und neue Kontakte.

IHK-Auftaktveranstaltung "Wachstum sichern mit Fachkräften - kluge Köpfe gewinnen, entwickeln und binden"
Die erforderlichen Fachkräfte zu finden und im Unternehmen zu halten, war das zentrale Thema der Auftaktveranstaltung einer Veranstaltungsreihe der IHK München und Oberbayern am 25. Mai 2009. Besonders interessant für unser Projekt waren die Ausführungen von Angelika Fauth-Herkner, die Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz als künftige Schlüsselfaktoren für qualifizierte Arbeitskräfte hervorhob.

Bundesnetzwerkkonferenz - Arbeitswelt und Familie am 25. Februar 2010 in Potsdam
Zum zweiten Mal fand die Bundesnetzwerkkonferenz für Projekte und Initiativen statt, die zum Thema "Arbeit und Familie" aktiv sind. Organisiert von der LASA Brandenburg (Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg GmbH) trafen sich Vertreter/innen von über 30 Projekten, von denen viele auf Landesebene ESF-gefördert sind. Die interessante Präsentation der Projekte und viele Einzelgespräche zeigten das weite Spektrum der Arbeitsfelder und aufschlussreiche Erfahrungen. Überwiegend wird Beratung und Information zu den verschiedenen Fragen von Elternzeit, Kinderbetreuung, Berufsrückkehr etc. angeboten. Dabei fällt auf, dass das Thema "Arbeitszeit" nur von wenigen Einrichtungen als Schwerpunkt aufgegriffen wird. Mit dem speziellen Arbeitszeitprojekt hat der VSW hier ein Alleinstellungsmerkmal; von daher fand das VSW- Projekt, präsentiert von Angelika Bahl-Benker, auch großes Interesse.
Die Mehrzahl der vertretenen Initiativen arbeitet als zeitlich befristetes Projekt; eine Fragestellung des Treffens thematisierte daher auch, wie das über befristete Pilotprojekte entwickelte und aufgebaute Unterstützungsangebot für Eltern wie für Arbeitgeber längerfristig verstetigt und abgesichert werden kann.

Aktionstag für Familien am 30. April 2010
Der diesjährige Aktionstag für Familien fand unter dem Motto "Armut in Familien" im Alten Rathaussaal statt; das VSW-Projektteam war durch Angelika Bahl-Benker und Sabine Ungnadner mit einem Stand vertreten. Frau Jutta Maier, die sich bei dieser Gelegenheit offiziell aus Ihrem Amt verabschiedete, führte durch das ansprechende Programm. Obwohl das Thema "Arbeitszeit" in diesem Rahmen thematisch eher am Rande lag, ergaben sich am Stand interessante Gespräche und neue Kontakte.