Erfolgreiche Wege zur flexiblen Arbeitszeit

Die Unternehmen sind in ihren Aufgaben und Interessenlagen sehr unterschiedlich und so unterschiedlich kann auch die Einführung eines neuen Arbeitszeitmodells verlaufen.

Dennoch gibt es bewährte Vorgehensweisen, die Erfolg versprechen bei der Einführung einer neuen flexibleren Arbeitszeit.

Die Einführung eines Arbeitszeitmodelles in drei Phasen:

  1. Analyse der betrieblichen Situation
  2. Konzeption eines passgenauen Arbeitszeitmodells
  3. Betriebliche Umsetzung
Beratungsverlauf

Analyse der betrieblichen Situation:

  • Der Prozess beginnt in der Regel mit einem Gespräch zwischen Geschäftsführung, Personalverantwortlichen, Betriebsrat (soweit vorhanden) und gegebenenfalls einem externen Berater bzw. einer Beraterin. Ziel des Gespräches ist es, die betriebliche IST- Situation zu schildern und Möglichkeiten der Vorgehensweise zu besprechen. Ideal ist es, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die den Einführungsprozess unterstützt.
  • Um die unterschiedlichen Arbeitszeitwünsche der betrieblich Beteiligten genau zu analysieren, können unterschiedliche Methoden eingesetzt werden: schriftliche Befragungen der Mitarbeiter, Diskussionen mit Führungskräften u. a. m. Info-Workshops über mögliche Arbeitszeitmodelle können durchgeführt werden.
  • Ziel der Analyse ist es, die Grunddaten des jeweiligen Unternehmens zu erheben und erste Modelle gemeinsam zu entwickeln.

Konzeption eines passgenauen Arbeitszeitmodells:

  • Unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen, der betrieblichen Belange sowie der Interessen der Belegschaft werden nun gemeinsam mögliche Arbeitszeitregelungen entwickelt.
  • Im nächsten Schritt geht es um die Verfeinerung der Modelle; es geht ums Detail. Wie sollen die Zeitguthaben inhaltlich gefüllt werden? Welche Zeiterfassungssystematik wird eingeführt? Welche Vereinbarungen sind notwendig? Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß.

Betriebliche Umsetzung:

  • Die neue Arbeitszeit wird im Unternehmen vorgestellt und mit allen Betroffenen diskutiert. Noch offene Fragen können geklärt und Anregungen integriert werden. Dies kann je nach Größe des Unternehmens in einer Mitarbeiterversammlung, in Inforunden oder Workshops umgesetzt werden.
  • In einer Testphase wird das Arbeitszeitmodell eingeführt. Eine Testphase erhöht die Bereitschaft sich auf Neues einzulassen. Die neu entwickelten Modelle können in der Praxis erprobt werden und bei Bedarf kontinuierlich weiterentwickelt werden. In der Regel dauert eine Testphase 6 - 12 Monate.

Weiterführende Literatur:
Zeitbüro NRW (Hg.): Flexible Arbeitszeiten: Informationsbroschüre für Unternehmen in NRW. Dortmund 2004
www.arbeitszeiten.nrw.de/b2-2-1t_Downloads.htm.